Donnerstag, 3. Mai 2012

Wild, störrisch, schwanger

Reitausflug in Georgien.

Das letzte mal dass ich auf einem Pferd saß muss gute 15 Jahre her sein. Während eines Familienurlaubes in Kroatien unternahmen wir eine Reittour. Das Pferd dass mir damals zugewiesen wurde war ein störrischer alter Gaul. Mehrmals versuchte er mich abzuwerfen, die restliche Zeit verbrachte er damit sich bei jeder Gelegenheit den Wanst vollzuschlagen. Seit diesem Zeitpunkt sind mir Pferde etwas suspekt und ich vermied es mich auf deren Rücken zu befinden. Und doch lasse ich mich von meinen beiden Reisebegleiterinnen, Polly und Anna, dazu überreden einen Reitausflug zu unternehmen. Man will ja nicht nachtragend sein. Unsere Unterkunft organisiert uns einen jungen Guide, der uns am nächsten Morgen, zusammen mit 4 Pferden, am Ortsschild eines kleines Dorfes erwartet.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Und dann kam Polly

Abenteuer zu zweit, sowie als Familie.

Reisen ist einfach. Vor allem wenn man alleine unterwegs ist. Es gibt immer nur ein Problem das es zu lösen gibt. Woher bekomme ich was zu essen? Wo schlafe ich heute Nacht? Wem muss ich auf die Nerven gehen um ein Visa für das nächste Land zu erhalten? Das hört sich im ersten Moment nach viel an, aber was hat man denn sonnst zu tun? Eigentlich Nichts. Man muss über nichts diskutieren. Der Reiseplan ist einfach. Stadt oder Region aussuchen, dort hinkommen. Fühlt man sich an einem Ort nicht wohl, packt man seine sieben Sachen und ist kurz darauf wieder auf und davon. Das alles ändert sich wenn man Begleitung hat. In meinem Fall heißt diese derzeit Polly. Australierin mit Russischen Wurzeln. Wir treffen uns in Batumi und stellen fest das wir vorerst denn selben Weg sowie einen ähnlichen Zeitplan haben. Da wir beide nichts gegen ein wenig Abwechslung vom alleine Reisen haben, fahren wir gemeinsam nach Borjomi und erleben dort den großen Vorteil des Reisen zu zweit. Man ist nicht alleine, und erlebt so Abenteuer zu denen es sonst nie kommen würde.

Mittwoch, 25. April 2012

Fotogalerie: Georgien

Durch anklicken der Slideshow gelangt man zu meinem Picasa-Webalbum und sieht dort die Fotos in höherer Auflösung.

Dienstag, 24. April 2012

Gaumarjos

Auf die Gesundheit, und auf alles andere.

Viele meiner unvergesslichen Begegnungen mit Georgiern sind mit zwei Dingen verbunden. Essen und Alkohol. Die Georgier lieben es Gäste zu bewirten. Noch mehr lieben sie es allerdings einen Gast betrunken zu machen. Glücklicherweise geben sie ihm dabei aber soviel zu Essen dass er nicht weiß was seinem Körper nun mehr zusetzt. Nur eine Wort fällt mir dazu ein: Völlerei.

Sonntag, 22. April 2012

Fotogalerie: Georgien Spezial - Mestia

Durch anklicken der Slideshow gelangt man zu meinem Picasa-Webalbum und sieht dort die Fotos in höherer Auflösung.

Freitag, 20. April 2012

Nino und die 50 Türme

Im großen Kaukasus.

In der Türkei lernte ich eines Tages einen Georgier kennen. Er gab mir folgenden Tipp: wenn ich das wahre Georgien sehen wolle, muss ich nach Svanetien fahren. Eine Bergregion hoch oben im großen Kaukasus. Nach der enttäuschenden Erfahrung in der Touristenhochburg Batumi erinnere ich mich daran und stehe kurz darauf, früh morgens am Busbahnhof von Zugdidi. Sozusagen das Basiscamp für einen Trip in die Berge. Gespannt erwarte ich die 5-6 Stunden Fahrt die mich nach Mestia bringen wird, die 2000 Einwohner beherbergende Hauptstadt Svanetis.

Samstag, 14. April 2012

Mehr Schein als Sein

Batumi. Willkommen in Georgien. Oder auch nicht?

Meine letzten Meter in der Türkei laufe ich zu Fuß durch einen langen Gang an dessen Ende sich die Schalter für die Passkontrolle befinden. Der übliche Smalltalk und die Fragen, was ich den in Georgien wolle, verlaufen reibungslos und enden mit dem Stempel Georgiens und den Worten: „You are welcome“. Zwei mal, denn ich frage noch wie lange ich denn eigentlich im Land bleiben dürfe. Auf die Antwort, ein Jahr, erwidere ich grinsend, dass ich solange wohl nicht brauchen werde. Ohne eine Mine zu verziehen wiederholt die Grenzbeamtin aber nur ihren vorherigen Schlusssatz. Ich belasse es dabei und stehe kurz darauf in Georgien, wartend auf den Bus der mich nach Batumi bringen wird.